Herbsttagung und Mitgliederversammlung vom 24.-26. November 2011 in Darmstadt

Risiken und Nebenwirkungen - Folgen der Reformen

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Die Reformen im Familienrecht sind vielfältig. Die Neuerungen zu kennen und vor allem in der Praxis sicher anzuwenden, kann existentiell wichtig für die Anwältin und den Anwalt sein. Denn Haftungsfallen lauern überall. Sie zu vermeiden und Tipps für den Alltag in der Rechtsanwaltskanzlei anzubieten, war ein Anliegen der diesjährigen Tagung.

tl_files/bilder_familienanwaelte/events/ht_2011/DSC_4958A.jpg Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Referentinnen und Referenten der Tagung
tl_files/bilder_familienanwaelte/events/ht_2011/DSC_4964A.jpg tl_files/bilder_familienanwaelte/events/ht_2011/DSC_1268A.jpg

Das Labyrinth der Rechtsmittel

tl_files/bilder_familienanwaelte/events/ht_2011/DSC_5342A.jpgWelches Rechtsmittel ist statthaft? Diese Frage stellt sich wegen der Zweispurigkeit von  Familien- und Familienstreitsachen häufig. Wege aus diesem Labyrinth zeigte Dr. Isabell Götz, Richterin am OLG München und  stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Familiengerichtstages. Zum Beispiel: Die Beschwerde nach § 58 FamFG ist beim Ausgangsgericht einzulegen. Wurde  sie jedoch an das Beschwerdegericht adressiert, muss dieses das Schreiben im ordentlichen Geschäftsgang weiterleiten. Wäre der fristgerechte Eingang der Beschwerdeschrift bei der gebotenen Weiterleitung zu erwarten gewesen, ist dem Rechtsmittelführer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren. In ihrem wie gewohnt erfrischenden Vortrag bildete Dr. Isabell Götz viele lehrreiche Beispiele und gab wertvolle Tipps, die sie mit zahlreichen Zitaten aus der aktuellen Rechtsprechung belegte. Über die Rechtsbeschwerde, die Sprungrechtsbeschwerde, die Untätigkeitsbeschwerde und Rechtsmittel nach Buch 1 und Buch 2 des FamFG erfuhren die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle Details.
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Die renommierten Referentinnen und Referenten der Tagung aus Justiz und Anwaltschaft informierten über die besonderen Risiken, die bei den zahlreichen Reformen im Familienrecht nicht ausbleiben. "Es ist vorbei mit dem blinden Vertrauen und mit der Gläubigkeit in die Auskunft der Versorgungsträger", sagte Rechtsanwalt Klaus Weil aus Marburg in seiner Einleitung zum Vortrag über "Anträge im Versorgungsausgleich - nur Mut!". Seit den Reformen im Versorgungsausgleichsrecht kann man sich nicht mehr  auf die Familiengerichte verlassen, für die das Recht ebenfalls Neuland ist. Das gilt besonders deswegen, weil unrichtige Gerichtsentscheidungen nachträglich m kaum noch abgeändert werden können. Deshalb ermutigte  Werner Schwamb, Richter am OLG Frankfurt a.M., die Familienanwältinnen und -anwälte, selbst Anträge zu stellen, die zu einem richtigen Ergebnis führen können.

tl_files/bilder_familienanwaelte/events/ht_2011/DSC_5398A.jpgWerner Schwamb, RiOLG Frankfurt/M

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RA Klaus Weil, Marburg, moderierte

Haftungsfallen im Familienrecht

"Die Folgen der Reformen werden in erster Linie auf dem Rücken der Anwaltschaft ausgetragen", betonte Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek aus Berlin, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht. "Probleme in der Rechtsanwendung sind ebenso wie Unklarheiten bei den Oberlandesgerichten für die Anwälte und Anwältinnen höchst verunsichernd und führen oft geradewegs in die Haftung." In Darmstadt wurden die Anwältinnen und Anwälte gut informiert und mit zahlreichen Ratschlägen für ihre Büroorganisation versorgt (RAin und N'in Ingeborg Rakete-Dombek, Berlin, und RA Dr. Mathias Grandel, Augsburg).

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RAin und N'in Ingeborg Rakete-Dombek RA Dr. Mathias Grandel
Über die Steuerfolgen (RA Bernd Kuckenburg, Hannover), über den Vergleich (RAin Dr. Ingrid Groß), die Abänderung des Unterhalts (RiOLG Stuttgart Volker Bißmaier), die verschärfte Darlegungs- und Beweislast (RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk),  die einstweilige Anordnung (VorsRiOLG Celle Dieter Büte) und die Beschwerde in Familienstreitsachen (VorsRiOLG Naumburg a.D. Dr. Peter Friederici) informierten die Referenten.
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RA Bernd Kuckenburg RAin Dr. Ingrid Groß
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RiOLG Stuttgart Volker Bißmaier RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk
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VorsRiOLG Celle Dieter Büte VorsRiOLG Naumburg a.D. Dr. Peter Friederici
Die Teilnehmer der Tagung gewannen neue Erkenntnisse und vertieften das vorhandene Wissen, so dass es in Zukunft für sie leichter wird, die zahllosen Klippen sicher zu umschiffen.

Hier können Sie das Programm herunterladen, darin erfahren Sie auch mehr über die Referentinnen und Referenten.
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Scheidung auf italienisch

Das Familienrecht in Italien kennt neben der Ziviltrauung die Konkordats-Ehe. Sie hat dieselben Wirkungen wie eine Ziviltrauung. Der Priester gilt hier als öffentlicher Amtsträger. Die standesamtliche Trauung wird in der Regel vom Bürgermeister oder seinem Stellvertreter durchgeführt. Die italienischen Anwältinnen Dr. Patrizia Salati (Verona) und Dr. Viviana Ramon (Frankfurt a.M.) und Prof. Dott. Maria Giovanna Cubeddu Wiedemann, LL.M. (Universität Triest) informierten bei dem Symposium über das italienische Familienrecht auch über die Voraussetzungen für die Ehescheidung. Die Scheidung kann erst nach einer dreijährigen Trennungsphase beantragt werden. Das Verschulden eines Ehepartners ist auch in Italien zwar nicht mehr notwendige Voraussetzung für die Trennung, aber auf Antrag kann der Richter festlegen, welchem Ehegatten die Ehetrennung anzulasten ist. Der Blick über den eigenen Tellerrand in andere europäische Staaten ist zur Tradition der Herbsttagung geworden und war auch in Darmstadt ein Erfolg.
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Dr. Patrizia Salati Dr. Viviana Ramon
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Prof. Dott. Maria Giovanna Cubeddu Wiedemann RAin Eva Becker moderierte

Dauerbrenner Unterhalt

Nach dem vorgeschalteten Symposium begann die Tagung mit einem Vortrag zum Thema "Unterhaltsrecht 2014" von Prof. Dr. Dr. H.c. em. Dieter Schwab, Universität Regensburg.  Dem Thema näherte er sich - ganz in der Manier eines Börsenanalysten - mit einer Chartanalyse. Seine Charts begannen 1976 - kurz vor der Eherechtsreform - und endeten mit einer vorsichtigen Prognose. Der Streit um die Verteilung des Geldes auf die erste und die zweite Ehefrau und auf die Kinder ist seit der Reform des Unterhaltsrechts vom 1.1.2008  ein Dauerbrenner unter Familienrechtlern. Grund genug, die Tagung auch mit diesem Thema enden zu lassen. In der "aktuellen Stunde" debattierten Gretel Diehl, Vorsitzende Richterin am OLG Frankfurt a.M. und Heinrich Schürmann, Vorsitzender Richter am OLG Oldenburg, über die richtige Bemessung des Ehegattenunterhalts.
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Prof. Dr. Dr. h.c. em. Dieter Schwab RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek moderierte
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VorsRi'inOLG  Frankfurt/M. Gretel Diehl VorsRiOLG Oldenburg Heinrich Schürmann
("Aktuelle Stunde")

Mitgliederversammlung und Abschied von der Vorsitzenden

Die Tagung endete mit der Mitgliederversammlung und der Wahl des Geschäftsführenden Ausschusses. Nach achtjähriger überaus erfolgreicher Arbeit als Vorsitzende wurde Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, die sich nicht mehr zur Wahl stellte, mit vielen herzlichen Dankesworten und 'standing ovations' verabschiedet. Wolfgang Schwackenberg, Rechtsanwalt und Notar aus Oldenburg, hob in seiner Rede besonders ihr Engagement für die Werbekampagne der Familienanwältinnen und -anwälte hervor und ihre besondere Fähigkeit, familienrechtliche Fragen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter dem Vorsitz von Ingeborg Rakete-Dombek ist die Arbeitsgemeinschaft mit knapp 7000 Mitgliedern (!) zur stärksten Arbeitsgemeinschaft im DAV herangewachsen.

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RAin u. N'in Rakete-Dombek gibt zum letzten Mal als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft den Geschäftsbericht ab Der Geschäftsführende Ausschuss wird entlastet
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RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek und RA u. N Wolfgang Schwackenberg, Ehrenmitglied der AG FamRecht RAin Christine Martin, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, RA Dr. Mathias Grandel
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RAin u. N'in Rakete-Dombek und RAin Eva Becker Der GA verabschiedet sich von seiner Vorsitzenden
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RAin Christine Martin, DAV-Referentin Das erfolgreiche Team von der Deutschen Anwaltakademie: Detlef Zabel, Catharina Hille und seit vielen Jahren dabei: Tobias Hopf (rechts)
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RA Dr. Mathias Grandel, RAin Dr. Eva Niebergall-Walter RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RAin Inge Saathoff
Mit der Vorsitzenden verabschiedete sich auch RAin Dr. Eva Niebergall-Walter aus dem Geschäftsführenden Ausschuss. Sie hat sich ganz besonders um die Arbeit der Regionalbeauftragten verdient gemacht, deren jährliche Zusammentreffen sie u.a. organisierte.
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Der bisherige Geschäftsführende Ausschuss
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Der neue Geschäftsführende Ausschuss
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Neu in den Ausschuss gewählt wurden Rechtsanwältin Dr. Undine Krebs aus München (links) und Rechtsanwältin Christiane A. Lang aus Berlin. Den Vorsitz hat Rechtsanwältin Eva Becker aus Berlin übernommen. 

„Gespräche bei Speis und Trank“ wurden wie immer lebhaft geführt, auch die Disco fand erneut großen Anklang. (s.u.) Der festliche Empfang beim Darmstädter Oberbürgermeister in der Orangerie rundete die erfolgreiche Tagung ab.

Empfang beim Darmstädter Oberbürgermeister in der Orangerie

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RAin Christine Martin, DAV-Präs. a.D.  RA Dr. Michael Streck, RAin Eva Becker Oberbürgermeister Jochen Partsch, Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, RiBGH Beatrix Weber-Monecke
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RIBGH Beatrix Weber-Monecke, RA Klaus Schnitzler, RiOLG a.D. Werner Gutdetusch Prof. Dr. Ingeborg Schwenzer, RAin Dr. Ingrid Groß, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek
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RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RA Jochem Schausten, RA Dr. Mathias Grandel  Justizsenatorin a.D. RAin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Bundesministerin der Justiz  a.D. Brigitte Zypries
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BRAK-Präsident a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, Staatssekretär der Justiz a.D. Lutz Diwell RA Dr. Michael Streck, RA Hartmut Kilger, beide ehemalige DAV-Präsidenten
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Oberbürgermeister Jochen Partsch, RiBVerG a.D. Dr. Christine Hohmann-Dennhardt  Bundesministerin der Justiz a.D. Brigitte Zypries
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RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk, Dr. Christian Meyer-Seitz, BMJ Staatssekretär der Justiz a.D. Lutz Diwell, RAin Eva Becker, RAin Dr. Brigitte Borgmann
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Oberbürgermeister Jochen Partsch, Präs.VerfGH Berlin RAin Margret Diwell  RA Klaus Schnitzler, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek
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Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, Oberbürgermeister Jochen Partsch, RA Jochem Schausten, RAin Parwin Schausten

Gespräche bei Speis und Trank, anschließend Disco

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RAin Christine Martin, Präs.VerfGH Berlin RAin Margret Diwell Prof. Dr. Gerd Brudermüller, Vors. DFGT, RiOLG Dr. Isabell Götz
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BRAK-Präs. a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, Justizsenatorin a.D. RAin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Dr. Christian Meyer-Seitz  RA Klaus Weil, RiOLG Werner Schwamb
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RiOLG a.D. Werner Gutdeutsch, RAin Eva Becker RAin Dr. Brigitte Borgmann, RA Jörg Kleinwegener, RAin Dr. Ingrid Groß
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Dr. Wolfgam Viefhues, weiterer aufsichtsführender Richter am AG,  RAin Inge Saathoff, RA Dr. Mathias Grandel, RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RAin Francesca Rosati
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RAin Dr. Brigitte Borgmann, RA Jörg Kleinwegener, RAin Eva Becker, RAin Dr. Ingrid Groß RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek
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RA u. N Hans-Heinrich Thormeyer, BRAK-Präs. a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek  

Neue und alte Begegnungen, Gespräche, Verabredungen, Meinungs- und Ideenaustausch in Darmstadt:

Prof. Dr. Gerd Brudermüller, Vors. DFGT, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek  RA Dr. Tim Becker, Vors. Anwaltverein Darmstadt und Südhessen e.V., RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek
RA Jochem Schausten, RAin Christine Martin, DAV-Referentin, RAin Eva Becker  
  BRAK-Präs.a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek 
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Auf Wiedersehen bei der nächsten Herbsttagung 2012 in Bremen!
 
Die Reformen im Familienrecht sind vielfältig. Die Neuerungen zu kennen und vor allem in der Praxis sicher anzuwenden, kann existentiell wichtig für die Anwältin und den Anwalt sein. Denn Haftungsfallen lauern überall. Sie zu vermeiden und Tipps für den Alltag in der Rechtsanwaltskanzlei anzubieten, war ein Anliegen der diesjährigen Tagung.
   
 




Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Referentinnen und Referenten der Tagung









                                                                                                             etwa 400 Teilnehmerinnen und  Teilnehmer kamen nach Darmstadt

Das Labyrinth der Rechtsmittel

Welches Rechtsmittel ist statthaft? Diese Frage stellt sich wegen der Zweispurigkeit von  Familien- und Familienstreitsachen häufig. Wege aus diesem Labyrinth zeigte Dr. Isabell Götz, Richterin am OLG München und  stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Familiengerichtstages. Zum Beispiel: Die Beschwerde nach § 58 FamFG ist beim Ausgangsgericht einzulegen. Wurde  sie jedoch an das Beschwerdegericht adressiert, muss dieses das Schreiben im ordentlichen Geschäftsgang weiterleiten. Wäre der fristgerechte Eingang der Beschwerdeschrift bei der gebotenen Weiterleitung zu erwarten gewesen, ist dem Rechtsmittelführer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren. In ihrem wie gewohnt erfrischenden Vortrag bildete Dr. Isabell Götz viele lehrreiche Beispiele und gab wertvolle Tipps, die sie mit zahlreichen Zitaten aus der aktuellen Rechtsprechung belegte. Über die Rechtsbeschwerde, die Sprungrechtsbeschwerde, die Untätigkeitsbeschwerde und Rechtsmittel nach Buch 1 und Buch 2 des FamFG erfuhren die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle Details.

 

Die renommierten Referentinnen und Referenten der Tagung aus Justiz und Anwaltschaft informierten über die besonderen Risiken, die bei den zahlreichen Reformen im Familienrecht nicht ausbleiben. "Es ist vorbei mit dem blinden Vertrauen und mit der Gläubigkeit in die Auskunft der Versorgungsträger", sagte Rechtsanwalt Klaus Weil aus Marburg in seiner Einleitung zum Vortrag über "Anträge im Versorgungsausgleich - nur Mut!". Seit den Reformen im Versorgungsausgleichsrecht kann man sich nicht mehr  auf die Familiengerichte verlassen, für die das Recht ebenfalls Neuland ist. Das gilt besonders deswegen, weil unrichtige Gerichtsentscheidungen nachträglich m kaum noch abgeändert werden können. Deshalb ermutigte  Werner Schwamb, Richter am OLG Frankfurt a.M., die Familienanwältinnen und -anwälte, selbst Anträge zu stellen, die zu einem richtigen Ergebnis führen können.

                                                                                                                        
Werner Schwamb, RiOLG Frankfurt/M                                       RA Klaus Weil, Marburg,  moderierte


Haftungsfallen im Familienrecht

"Die Folgen der Reformen werden in erster Linie auf dem Rücken der Anwaltschaft ausgetragen", betonte Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek aus Berlin, Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht. "Probleme in der Rechtsanwendung sind ebenso wie Unklarheiten bei den Oberlandesgerichten für die Anwälte und Anwältinnen höchst verunsichernd und führen oft geradewegs in die Haftung." In Darmstadt wurden die Anwältinnen und Anwälte gut informiert und mit zahlreichen Ratschlägen für  ihre Büroorganisation  versorgt (RAin und N'in Ingeborg Rakete-Dombek, Berlin, und RA Dr. Mathias Grandel, Augsburg).  


RAin und N'in Ingeborg Rakete-Dombek

RA Dr. Mathias Grandel

Über die Steuerfolgen (RA Bernd Kuckenburg, Hannover), über den Vergleich (RAin Dr. Ingrid Groß), die Abänderung des Unterhalts (RiOLG Stuttgart Volker Bißmaier), die verschärfte Darlegungs- und Beweislast (RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk),  die einstweilige Anordnung (VorsRiOLG Celle Dieter Büte) und die Beschwerde in Familienstreitsachen (VorsRiOLG Naumburg a.D. Dr. Peter Friederici) informierten die Referenten. 


RA Bernd Kuckenburg

RAin Dr. Ingrid Groß
RiOLG Stuttgart Volker Bißmaier RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk

VorsRiOLG Celle Dieter Büte

VorsRiOLG Naumburg a.D. Dr. Peter Friederici

Die Teilnehmer der Tagung gewannen neue Erkenntnisse und vertieften das vorhandene Wissen, so dass es in Zukunft für sie leichter wird, die zahllosen Klippen sicher zu umschiffen.

Hier können Sie das Programm herunterladen, darin erfahren Sie auch mehr über die Referentinnen und Referenten.

Scheidung auf italienisch

Das Familienrecht in Italien kennt neben der Ziviltrauung die Konkordats-Ehe. Sie hat  dieselben Wirkungen wie eine Ziviltrauung. Der Priester gilt hier als öffentlicher Amtsträger. Die standesamtliche Trauung wird in der Regel vom  Bürgermeister oder seinem Stellvertreter durchgeführt. Die italienischen Anwältinnen Dr. Patrizia Salati (Verona) und Dr. Viviana Ramon (Frankfurt a.M.) und Prof. Dott. Maria Giovanna Cubeddu Wiedemann, LL.M. (Universität Triest) informierten bei dem Symposium über das italienische Familienrecht auch über die Voraussetzungen für die Ehescheidung. Die Scheidung kann erst nach einer dreijährigen Trennungsphase beantragt werden. Das Verschulden eines Ehepartners ist auch in Italien zwar nicht mehr notwendige Voraussetzung für die Trennung, aber auf Antrag kann der Richter festlegen, welchem Ehegatten die Ehetrennung anzulasten ist.  Der Blick über den eigenen Tellerrand in andere europäische Staaten ist zur Tradition der Herbsttagung geworden und war auch in Darmstadt ein Erfolg.


Dr. Patrizia Salati
Dr. Viviana Ramon

Prof. Dott. Maria Giovanna Cubeddu Wiedemann

RAin Eva Becker moderierte

Dauerbrenner Unterhalt

Nach dem vorgeschalteten Symposium begann die Tagung mit einem Vortrag zum Thema "Unterhaltsrecht 2014" von Prof. Dr. Dr. H.c. em. Dieter Schwab, Universität Regensburg.  Dem Thema näherte er sich - ganz in der Manier eines Börsenanalysten - mit einer Chartanalyse. Seine Charts begannen 1976 - kurz vor der Eherechtsreform - und endeten mit einer vorsichtigen Prognose. Der Streit um die Verteilung des Geldes auf die erste und die zweite Ehefrau und auf die Kinder ist seit der Reform des Unterhaltsrechts vom 1.1.2008  ein Dauerbrenner unter Familienrechtlern. Grund genug, die Tagung auch mit diesem Thema enden zu lassen. In der "aktuellen Stunde" debattierten Gretel Diehl, Vorsitzende Richterin am OLG Frankfurt a.M. und Heinrich Schürmann, Vorsitzender  Richter am OLG Oldenburg, über die richtige Bemessung des Ehegattenunterhalts.


Prof. Dr. Dr. h.c. em. Dieter Schwab

RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek moderierte

VorsRi'inOLG  Frankfurt/M. Gretel Diehl
                             ("Aktuelle 

VorsRiOLG Oldenburg Heinrich Schürmann
Stunde")

 

Mitgliederversammlung und Abschied von der Vorsitzenden

 Die Tagung endete mit der Mitgliederversammlung und der Wahl des Geschäftsführenden Ausschusses. Nach achtjähriger überaus erfolgreicher Arbeit als Vorsitzende wurde Rechtsanwältin und Notarin Ingeborg Rakete-Dombek, die sich nicht mehr zur Wahl stellte, mit vielen herzlichen Dankesworten und 'standing ovations' verabschiedet. Wolfgang Schwackenberg, Rechtsanwalt und Notar aus Oldenburg, hob in seiner Rede besonders ihr Engagement für die Werbekampagne der Familienanwältinnen und -anwälte hervor und ihre besondere Fähigkeit, familienrechtliche Fragen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unter dem Vorsitz von Ingeborg Rakete-Dombek ist die Arbeitsgemeinschaft mit knapp 7000 Mitgliedern (!) zur stärksten Arbeitsgemeinschaft im DAV herangewachsen.


RAin u. N'in Rakete-Dombek gibt zum letzten Mal als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft den Geschäftsbericht ab

Der Geschäftsführende Ausschuss wird entlastet

RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek und RA u. N Wolfgang Schwackenberg, Ehrenmitglied der AG FamRecht

RAin Christine Martin, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, RA Dr. Mathias Grandel

RAin u. N'in  Rakete-Dombek und RAin Eva Becker

Der GA verabschiedet sich von seiner Vorsitzenden

 RAin Christine Martin, DAV-Referentin 

Das erfolgreiche Team von der Deutschen Anwaltakademie: Detlef Zabel, Catharina Hille und seit vielen Jahren dabei: Tobias Hopf (rechts)

RA Dr. Mathias Grandel, RAin Dr. Eva Niebergall-Walter

RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RAin Inge Saathoff

Mit der Vorsitzenden verabschiedete sich auch RAin Dr. Eva Niebergall-Walter aus dem Geschäftsführenden Ausschuss. Sie hat sich ganz besonders um die Arbeit der Regionalbeauftragten verdient gemacht, deren jährliche Zusammentreffen sie u.a. organisierte.  


Der bisherige Geschäftsführende Ausschuss

Der neue Geschäftsführende Ausschuss

Neu in den Ausschuss gewählt wurden Rechtsanwältin Dr. Undine Krebs aus München (links) und Rechtsanwältin Christiane A. Lang aus Berlin. Den Vorsitz hat Rechtsanwältin Eva Becker aus Berlin übernommen. 

„Gespräche bei Speis und Trank“ wurden wie immer lebhaft geführt, auch die Disco fand erneut großen Anklang. (s.u.) Der festliche Empfang beim Darmstädter Oberbürgermeister in der Orangerie rundete die erfolgreiche Tagung ab.

Empfang beim Darmstädter Oberbürgermeister in der Orangerie



RAin Christine Martin, DAV-Präs. a.D.  RA Dr. Michael Streck, RAin Eva Becker

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, RiBGH Beatrix Weber-Monecke


RIBGH Beatrix Weber-Monecke, RA Klaus Schnitzler, RiOLG a.D. Werner Gutdetusch

Prof. Dr. Ingeborg Schwenzer, RAin Dr. Ingrid Groß, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek

RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RA Jochem Schausten, RA Dr. Mathias Grandel

Justizsenatorin a.D. RAin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Bundesministerin der Justiz  a.D. Brigitte Zypries

BRAK-Präsident a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, Staatssekretär der Justiz a.D. Lutz Diwell

RA Dr. Michael Streck, RA Hartmut Kilger, beide ehemalige DAV-Präsidenten

Oberbürgermeister Jochen Partsch, RiBVerG a.D. Dr. Christine Hohmann-Dennhardt

Bundesministerin der Justiz a.D. Brigitte Zypries
RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk, Dr. Christian Meyer-Seitz, BMJ
Staatssekretär der Justiz a.D. Lutz Diwell, RAin Eva Becker, RAin Dr. Brigitte Borgmann

Oberbürgermeister Jochen Partsch, Präs.VerfGH Berlin RAin Margret Diwell

RA Klaus Schnitzler, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek

Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek, Oberbürgermeister Jochen Partsch, RA Jochem Schausten, RAin Parwin Schausten

 Gespräche bei Speis und Trank, anschließend Disco 


RAin Christine Martin, Präs.VerfGH Berlin RAin Margret Diwell

 Prof. Dr. Gerd Brudermüller, Vors. DFGT, RiOLG Dr. Isabell Götz

BRAK-Präs. a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, Justizsenatorin a.D. RAin Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, Dr. Christian Meyer-Seitz

RA Klaus Weil, RiOLG Werner Schwamb

RiOLG a.D. Werner Gutdeutsch, RAin Eva Becker

RAin Dr. Brigitte Borgmann, RA Jörg Kleinwegener, RAin Dr. Ingrid Groß

Dr. Wolfgam Viefhues, weiterer aufsichtsführender Richter am AG,  RAin Inge Saathoff, RA Dr. Mathias Grandel, 


RAin Dr. Eva Niebergall-Walter, RAin Francesca Rosati

RAin Dr. Brigitte Borgmann, RA Jörg Kleinwegener, RAin Eva Becker, RAin Dr. Ingrid Groß

RA am BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek

RA u. N Hans-Heinrich Thormeyer, BRAK-Präs. a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek

Neue und alte Begegnungen, Gespräche, Verabredungen, Meinungs- und Ideenaustausch in Darmstadt:



Prof. Dr. Gerd Brudermüller, Vors. DFGT, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek


RA Dr. Tim Becker, Vors. Anwaltverein Darmstadt und Südhessen e.V., RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek

RA Jochem Schausten, RAin Christine Martin, DAV-Referentin, RAin Eva Becker

BRAK-Präs.a.D. RA u. N Dr. Bernhard Dombek, RAin u. N'in Ingeborg Rakete-Dombek

 
Auf Wiedersehen bei der nächsten Herbsttagung 2012 in Jena!